Vom Vorbereitungs- zum Ukraine-Benefiz-Turnier

Zunächst sollte es nur ein kleines Vorbereitungsturnier für die kleinsten Fußballer in Ebersheim sein. Zusätzlich wurden Teams aus Ginsheim und von Schott Mainz eingeladen, die mit Bambini- und F-Jugendteams an einem Samstag nach Ebersheim kommen sollten. 

 

In der letzten Woche vor dem Turnier überschlugen sich die Ereignisse in der Ukraine und die Bedrohung rückte für uns alle näher. Auf einmal gab es Betroffene in Ebersheim, bei Eltern, die um Spenden baten, da Angehörige und Bekannte in den betreffenden Gebieten in Not waren. Schnell wurde der Entschluss gefasst, das Turnier zu einem Benefizturnier umzuwidmen und es mit einem großen Spendenaufruf zu versehen. Auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen, der sonst in die Teamkasse der kleinen Fußballer fließt, sollte hälftig gespendet werden. 

 

Das Echo ließ nicht lange auf sich warten. Nicht nur am Tag des Turniers entwickelte sich eine große Bereitschaft, einen Beitrag zu leisten und zu geben. Bereits zuvor erreichten uns Spenden und die lokalen Sender von RPR1 und SWR wurden auf uns aufmerksam. Der SWR kam sogar mit einem Kamerateam vor Ort und versah den Turniertag mit einem Beitrag im Fernsehen bei "SWR Aktuell". Sven Hieronymus, auch bekannt als der "Rocker vom Hocker" aus dem Radio organisierte am selben Wochenende parallel einen Transport an die polnische Grenze und so ergab sich die Möglichkeit die Spenden in kürzester Zeit zuverlässig an Bedürftige vor Ort zu bringen. Fußball wurde bei frostigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein auch gespielt. Die Freude an Sport und Spiel kam nicht zu kurz. In den Pausen erinnerte jedoch der blau-gelb dekorierte Sportplatz daran, dass unbeschwertes Fußballspielen keine Selbstverständlichkeit ist. Zu Nahe ist das Geschehen an uns alle herangerückt. 

 

Am Ende überwog vor allem die Freude darüber, dass neben Sachspenden ein Spendenbetrag von 850€ von den kleinen Fußballern höchstpersönlich an den "Rocker vom Hocker" und dessen Hilfsaktion übergeben werden konnte.

 

Bereits wenige Stunden später machte sich der LKW auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze.

 

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